wackelkatzi

Dieses Thema im Forum "Fell & Federvieh *g*" wurde erstellt von marion, 22 Juli 2009.

  1. marion

    marion Moderator Mitarbeiter

    bei c+d gibts ein katzenbaby,dass wohl auch eine ataxie hat so wie mein elmo
    noch ist das kleine sehr klein
    und recht arm beinander
    kann noch nicht gscheit gehen,kugelt mehr
    frisst aber brav+ist sehr vergnügt

    aber wie man bei elmo sieht,
    ist das entwicklungspotential doch vorhanden+mit hilfsmitteln+einem guten zuhause+vitBkuren verbessert sich der zustand ja sehr.
    das luna forum war mir bei elmo eine grosse hilfe.

    nachdem c+d schwarz sieht,einen guten platz für das kleine zu finden-euthanasie ist in KEINSTERWEISE angedacht,frag ich mal hier,ob sich wer zutraut,ein anderskatzi zu übernehmen

    ich bin wirklich mehr als voll,sonst wärs schon bei mir.
    anderskatzis sind einfach super,auch wenns a biss mehr arbeitmacht,als"normale"katzis.
    und eben eine umstellung ist

    würd mich freuen wenn ich auf diesem weg einen tollen platz für das kleine finden würd.
    würd auch mit rat+tat zu verfügung stehen+mich auch an den kosten beteiligen,sollte es am geld mangeln.

    baba
    marion
     
  2. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Hallo,
    ich fürchte, ich trete damit eine "Diskussionslawine" los, aber besonders bei so "beschädigten" Tieren in Tierheimen frage ich mich immer wieder: wäre es nicht besser, die Kosten für andere arme, aber gesunde und hoffnungsvollere Tiere zu verwenden ?!
    Marion, ich verstehe auch deinen Einsatz, weil die/der kleine dich an deinen Katzerich erinnert, der so tolle Fortschritte gemacht hat, aber hätte nicht der ganze Geldaufwand etlichen gesunden Tieren z.B. in Griechenland o.ä. mehr geholfen ?
    Ich kanns auch super nachvollziehen, wenn ein tierisches Familienmitglied erkrankt, aber sollten nicht die gesunden Tiere in den Tierheimen eher einen Platz bekommen ?
    Welchen "Sinn" hat es , wenn ein krankes Katzerl/Hunderl den Platz für eine gesunde einnimmt, das stattdessen das Leben im Heim fristen muss !?
    Sorry bitte, aber angesichts berstend voller Tierheime MUSSTE ich das loswerden :-(
    LG Georg

    Achja: im Tierreich gibts/gabs immer eine starke Selektion - warum stellen wir unsere Heimtiere über die anderen Tiere ?
     
  3. harrison

    harrison Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Hi Tanrek
    Wenn man so ein Tier einmal gehabt hat, weis man dass die auch Lebensfähig sind.
    Wir hatten so eine Katze, die hat sich im Garten gesunde Vögel gefangen, halt mit mehr Geduld als die anderen.Geldaufwand war auch nicht mehr als sonst, nur Streicheleinheiten hat sie sich extrem viele abgeholt.Nach 21 Jahren hat sie uns dann nach einem glücklichen Leben verlassen.
    Grüss Harry
     
  4. christine

    christine Moderator Mitarbeiter

    AW: wackelkatzi

    Hi Georg!

    Rationeller und logischer vieleicht, aber es würde dem Prinzip der Menschlichkeit wiedersprechen. Sobald man sich der Katzerln annimmt (im Tierheim oder Tierschutzorgas, etc..) kanns net mehr die "natürliche Selektion" wie im Tierreich walten lassen, da es nicht human wäre. Mein Standpunkt.


    lg Christine
     
  5. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Hallo,
    ich glaube eh, daß sie lebensfähig sind, aber das nur mit viel Zeit-und Geldaufwand.
    Dieser Aufwand wäre doch bei den tausenden GESUNDEN Tieren, die ihr Leben irgendwo fristen, besser aufgehoben !? Warum ausgerechnet die kranke nehmen, wenn zig andere gesunde auf Plätze warten ??? Und das oft jahrelang !

    Warum müssen wir den menschlichen Altruismus auch ins Tierreich übertragen ?

    LG Georg
     
  6. christine

    christine Moderator Mitarbeiter

    AW: wackelkatzi

    weil es Haustiere und keine Wildtiere sind...
     
  7. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Es geht aber um Tiere, warum die zutiefst menschlichen Eigenheiten übertragen ?
    Emotionaler, nicht rationaler Tierschutz schadet meines Erachtens der ganzen Sache mehr als sie nützt.
    BITTE versteht mich nicht falsch, ich will KEINESFALLS Tierschützer kritisieren, aber angesichts knapper Resourcen sollte doch ein wenig mehr Rationalität angewandt werden.
    Wenn genügend Geld für alle da ist, dann JA , warum nicht. Aber jedes Tier um jeden Preis ??

    Denkt an all die geschundenen Nutztiere !
    An die "Wegwerftiere" in unseren Nachbarländern !
    Wäre das Geld nicht da besser aufgehoben - man könnte vermutlich mit dem Geld, das die Behandlung EINER kranken Katze kostet, ein paar andere, gesunde "retten" !?
    LG Georg
     
  8. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Na und ? DAS rechtfertigt doch gar nichts !
    Ein krankes Wildtier hätte also nicht das Recht auf Hilfe ????
     
  9. christine

    christine Moderator Mitarbeiter

    AW: wackelkatzi

    Schmarrn, jetzt verdrehst aber meine Argumentation. Natürlich hat ein Wildtier genauso Anspruch auf Hilfe, aber du kannst ma net mit natürlicher Selektion von Wildtieren bei einer kranken Katze vom Tierschutz daherkommen.

    Und wo ziehen wir die Grenze, welches Tier ztu krank ist um Hilfe zu bekommen?

    lg Christine
     
  10. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Nö, nicht "natürliche" Selektion, aber IRGENDEINE Selektion !?


    Ds stimmt natürlich, WO zieht man die Grenze !?
    Aber ich würde sie einfach rational am finanziellen Aufwand ziehen ?!

    Wenn angesichts der wirtschaftlichen Situation humanmedizinische Behandlung nicht mehr in vollem Ausmass für alle möglich ist ( so wie in England, wo alte Menschen bestimmte OPs nicht bekommen), dann finde ichs unethisch, Tiere mit großem Aufwand zu behandeln!
     
  11. DorisAndrea

    DorisAndrea Aktives Mitglied

    AW: wackelkatzi

    "Wenn angesichts der wirtschaftlichen Situation humanmedizinische Behandlung nicht mehr in vollem Ausmass für alle möglich ist ( so wie in England, wo alte Menschen bestimmte OPs nicht bekommen), dann finde ichs unethisch, Tiere mit großem Aufwand zu behandeln!"

    Ähm - aber wenn Menschen oder Organisationen bereit sind, in diese - tierischen Geschöpfe - Geld und Zeit zu investieren - was hat das mit der Wirtschaft und der Situation in England zu tun (die ich beleibe auch schlimm finde).
    JEDES Lebewesen hat ein Recht auf Leben. Warum ist ein einäugiges oder bewegungsbehindertes Katzerl weniger wert als ein gesundes?
    Was kann das behinderte Tier dafür, dass es behindert ist? Es deshalb nicht behandeln? Da hört sich bei mir aber die Menschlichkeit auf.


    Wenn ich nicht schon 6 Katzen hätte, würde ich das Wackelkatzerl sofort nehmen.
     
  12. david

    david Mitglied

    AW: wackelkatzi

    *edit* Post hat sich mit dem von DorisAndrea überschnitten*
    hi
    ich verstehe deine argumente aber ich persönlich kann "leben" keinen wert/preis zuordnen.
    würden wir einen schritt weiter gehen würde das bedeuten aus für behindertenwerkstätten , aus für altenheime usw. usw.
    es währe auch "logischer" oder "effektiver" das geld in menschen zu stecken die dafür mehr "leistung" erbringen können
    hätten wir nicht unseren stand der zivilisation erreicht würde auch hier die natürliche selektion greifen
    aber ich unterscheide eben nicht so stark zwischen tier und mensch

    auch denke ich wie du das die natur vieles regeln würde da wir sie aber daran hindern haben wir auch eine gewisse verpflichtung uns um die folgen zu kümmern

    was das bsp england betrifft sind die summen die aufgewendet werden doch in einer ganz anderen größenordnung
    ich denke das viele tierheime für den preis von 2-3 operationen ein jahr überleben könnten
    ok finde ich es trotzdem nicht jeder hat das recht zu leben egal ob alt oder jung ob "förderungsbedürftig" oder "normal"
    !aber eben auch jedes tier! (ja ich bin kein vegetarier und mitschuldig)

    hoffe das geschriebene wird nicht fehlinterpretiert
    ich meine damit keineswegs das behinderte oder alte leute weniger wert sind ich wollte nur einen vergleich ziehen

    ausserdem bin ich befangen weil ich elmo spitze finde hehe

    lg david
     
  13. Sabine D.

    Sabine D. Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Na dann, nimm dir halt Elmo II. . ;-) Zu der Diskussion möchte ich nur beitragen, daß ich dafür bin, auch behinderte Tiere zu betreuen, wenn sie durch ihre Behinderung nicht wesentlich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sind. Für die Kosten kommt ja nicht die öffenrliche Hand auf und wenn sich jemand findet, der Zeit und Lust hat, sich die eventuell intensivere Betreuung "anzutun", warum nicht?
     
  14. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Das wollte ich auch keineswegs.... und trotz Tierliebe denke ich, daß die Menschen immer "vor gehen" sollten" - aber nur so lange nicht genug Geld da ist, für all die gesunden, aber hilfebedüftigen Tiere, sollten nicht allzu große Mittel für (hoffnungslos !?) kranke Tierheimtiere aufgewendet werden ...
    finde ich :)
    LG Georg
     
  15. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Ohne Satzzeichen ist dieser Satz tatsächlich anders interpretierbar !
     
  16. marion

    marion Moderator Mitarbeiter

    AW: wackelkatzi

    bin leider im dienst+hab grad keine zeit um an eurer regen diskussion teilzunehmen.

    werds abend nachholen

    aber
    axtaxisten sind ja ganz normale tiere,die halt koordinationsstörungen haben
    können fressen,laufen+schmusen
    +freuen sich wenn man heimkommt
    und die medizinische betreuung ist nicht mehr als bei nichtataxisten

    baba
    marion
     
  17. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Hi Georg,

    erstens, bleib in Österreich, in Österreich werden nicht nur alten Menschen lebensnotwendige Operationen und Behandlungen verwehrt. Ich weiß jetzt nicht genau, wo die Grenzen sind, aber AFAIR wird es ab einem Alter von etwa 60 Jahren schwer, eine Dialyse zu bekommen. Kleine Kinder mit unerträglichen Zahnschmerzen werden üblicher Weise in Österreich 2 Monate lang mit schweren Schmerzmitteln ruhiggestellt, bevor sie behandelt werden.


    Zweitens, Du hast vollkommen recht, wenn wir das Geld, das wir in die Fischhaltung (in Deinem Fall Wirbellosenhaltung) stecken für der Rettung der geschundenen Nutztiere, oder der bedrohten Arten einsetzten, wäre die Welt sicher auch besser. Tust Du nicht, tun wir anderen auch nicht.


    Drittens, Du hast Harrys Beitrag nicht gelesen, es ist kaum ein höherer Geldaufwand nötig.


    Ich bin ein großer Unterstützer der Euthanasie, unter der conditio sine qua non ein leidensfreies und lebenswürdiges Leben erhalten werden kann. Weder halte ich es für sinnvoll, blinde Katzenbabies aufzuziehen, noch halte ich es für sinnvoll einem großen Hund mit Hüftdysplasie oder entsprechenden Leiden eine vergoldete Gelenkspfanne einzusetzen. Oder z.B. Phönix (ca. 6 Jahre alter collieartiger Hund, ca. 1997, wurde von Trotteln mit heißem Wachs übergossen, 70% der Hautoberfläche waren verbrannt, wurde für 100.000e ATS gesundgepflegt) empfinde ich als Tierquälerei.

    Auch beim rein finanziellen Problem gehe ich mit Dir d'accord, allerdings unter der zwingenden Voraussetzung, dass wegen des Aufwandes für ein Tier anderen nicht geholfen wird.

    Das ist kaum je der Fall. Die Tierheime sind voll, man müsste schon Millionen aufwänden, um neue Unterbringungen zu bauen. Wenn die ein paar tausend Euro in ein Individuum reinbuttern wird nicht ein einziges anderes Tier weniger gut versorgt.

    Bei einem Privaten schon gar nicht.


    Fazit:

    An Elmo siehst Du, dass der ein absolut lebenswertes und offenbar schmerzefreies Leben führt. Die Belastung für Marion ist nicht groß genug sie daran zu hindern, ihr Engagement für andere Tiere auszuleben, es wird noch nicht einmal reduziert.

    Man könnte also nicht mit dem Geld, das die Behandlung EINER kranken Katze kostet, ein paar andere, gesunde "retten".

    Alles klar?

    LG Tom
     
  18. firlefanz

    firlefanz Mitglied

    AW: wackelkatzi

    meiner meinung kommt es auf den grad der "lebensqualitätseinschränkung" des lebewesens an.
    kann - wie in elmos fall - die katze gut damit leben und ist glücklich und zufrieden, find ich's toll, wenn sie einen guten und liebevollen platz findet. siecht sie dahin, hat schmerzen und quält sich jede stunde ihres lebens, finde ich es humaner sie "gehen" zu lassen. wer das bestimmen kann? naja - eigentlich sollten tierhalter oder tierärzte das recht gut erkennen können.

    lg
    ingrid
     
  19. tanrek

    tanrek Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Das ist DEINE Meinung ....das akzeptiere ich !


    nochwas: ich schätze Marion SEHR und ich wollte sie auch wirklich nicht persönlich angreifen, aber ich habe nur MEINE Meinung kundgetan - und das sollte auch akzeptiert werden.
    Ich finde, rational und kaum bis gar nicht emotional geführten Tierschutz langfristig am zielführendsten !

    LG Georg
     
  20. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    AW: wackelkatzi

    Hi Georg,

    nein, das ist ein Faktum.


    Ich stimme Dir ja auch durchaus zu.


    Ist das nicht überall so?



    Im konkreten Fall ist es so, dass sich jemand entweder die beschädigte Katze nimmt, oder eine unbeschädigte. Er würde sich aber nicht statt der Beschädigten zwei Unbeschädigte nehmen. Daher driftet das ganze ein wenig ins Emotionale ab, weil - im konkreten Fall - Deine Fragestellung reduziert wird auf "Darf man ein krankes Tier nehmen, oder muss man stattdessen ein gesundes Tier nehmen?".

    Im konkreten Fall besteht auch durchaus die Chance, dass sich jemand die beschädigte Katze nimmt, der sich keine unbeschädigte genommen hätte. Dann würde das kranke Tier nicht einmal einem Gesunden den Platz wegnehmen.


    Du bekommst im konkreten Fall kein Gedankenkonstrukt hin, wo jemand, der sich die kranke Katze nimmt, sein sonstiges Engagement reduzieren wird.


    Könntest Du eine Situation schaffen, wo jemand sich die kranke Katze nimmt, und deshalb drei andere Katzen keinen Platz finden, dann hast Du ja durchaus recht, das ist nicht zielführend. Diese Situation existiert aber im konkreten Fall nicht.

    LG Tom
     

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