Hi Leute, heute möchte ich Euch eine kurze Zusammenfassung geben, wie man effektiv ein Aquarium mit LEDs beleuchten kann, wie schnell der Umbau funktioniert und was die ungefähren Investitionskosten sind. [BREAK=Fertiglösung vs Selbstbau] Inzwischen gibt es ja bereits eine Fülle von fertigen LED Leisten/Röhren/Lampen. Meist ist der Anschaffungspreis momentan noch hoch und die Effizienz lässt noch zu wünschen übrig. Es gibt zwar bereits schon sehr viele Hochleistungs-LEDs, mit denen es auch möglich ist "stark" zu beleuchten, bei den meisten von uns wird jedoch eine "Standard-Beleuchtung" angestrebt. Meist sind auch einfache Pflanzen zu pflegen. Für "Dschungel-Spezialisten" wird es wohl noch länger dauern, um effizient von starken Leuchtmitteln auf LED umzusteigen. Sehr oft bei den "Hochleistungs-LEDs" kommt mit dem Licht leider auch das Problem "Hitze" bzw. die Wärme wegzubekommen. Aktuell auf der Interzoo 2010 werden auch viele Nano-Becken mit bereits standardmässig gelieferten LED Beleuchtungen vorgestellt, zu annehmbaren Preisen. Ich widme mich heute der "einfachen Aquarienbeleuchtung" oder wie ich verdammt viel Strom (Geld) einsparen kann. [BREAK=Für den Anfang...] Für den Start habe ich mir folgende Teile besorgt: - LED "Leiste" 50cm / 70 LEDs / 380 Lumen / ~6000-7000 Kelvin - Elektronischer Trafo (1W bis 65W; somit kann ich die Anzahl der LED-Leisten variieren) - Splitter (nicht notwendig, Blockklemmen tun's auch) Hier noch ein grösseres Bild des "Splitters" mit dem Trafo - Input 220-240V - Output 11.6V & 1-65 Watt Hierbei habe ich die Möglichkeit 6 verschiedene Ausgänge (Aquarien) anzuhängen, an einen Trafo. Die LED-Leisten kann ich via vorgelöteten Kabel jederzeit zusammenhängen. [BREAK=Die Montage im JEBO 90l Becken] Nachdem in Kurts JEBO Becken langsam die T8 Lampen ihren Dienst versagen und es schwierig ist, welche nachzubekommen, wurde dieses Aquarium als Testobjekt auserwählt. Als erstes wurde unter der vorderen Abdeckung die komplette Beleuchtung, inkl. VSG, Halterungen etc. rausgeschmissen. Ebenfalls wurde das Plastik, dass alles gehalten hat entfernt. (ab hier wirds nun "russisch") Wegen fehlender Muse & Zeit wurden die LEDs recht spartanisch montiert. der freie Platz wurde mit einem Styradur versehen und dieses eingequetscht. Auf der (wassersicheren) Rückseite ist einfach ein Kabel vom Trafo mit einer Blockklemme direkt an die LED-Leiste eingeschlossen. Die LEDs wurden mit Heisskleber und zur Sicherung Schrauben (die einfach durchs Styradur geschraubt wurden) an ihrem Platz fixiert. Hierbei wurden bei dem Aquarium 3 Leisten verwendet. [BREAK=Kosten-Rechnung] Vorher versahen 2x 24W T8 ihren Dienst, macht in Summe rund 50W Die LED-Leiste kostet pro Stk rund 12€. Der Trafo 13€, Splitter und Kabel rund 5€. Den Preis vom Styradur weiss ich jetzt nicht, aber wohl nicht die Welt *g* In Summe kommt der Umbau rund auf 50€ (muss noch dazu schreiben, dass ein Aquarium daneben auch auf LED umgerüstet wurde, hierbei der Trafo-Preis wegfällt) Als Stromverbrauch wird lt. Datenblatt je Leiste 5W angegeben, lt. dem "Messgerät" verbrauchen 4 Leisten 16 Watt (was 1 Watt weniger wäre je Leiste) Mal abgesehen vom Wechsel der Leuchtmittel ist schonmal eine Einsparung von rund 40 Watt bei einem Becken! [BREAK=Das Endergebniss] So, nachdem man visuell besser was anfangen kann, hier noch ein Foto vom fertig beleuchteten Aquarium mit LEDs. Im Zuge dessen wurde noch ein Dennerle 20er Cube umgebaut Das tolle an den LED-Leisten ist ausserdem, dass sie individuell absägbar sind. Dort wurde einfach ein kurzes Stück mit Heisskleber am Aquarium selber befestigt. Stromverbrauch weniger als 2 Watt! Ein weiteres Meter-Becken von Ulli, welches für Bombina orientalis (Rotbauchunken) sowie Zwergkrallenfrösche und Garnelen umgebaut wurde, beherbergt 2 LED-Leisten. Fazit: zu einer annehmbaren Investition (wenn ich rechne was mich allein die Leuchtmittel für's JEBO gekostet hätten) schaffe ich für halbwegs "normale" Aquarien eine schöne Beleuchtung in der Lichtfarbe ähnlich "Tropical Amazon Daylight" und erreiche enorme Einsparungen beim Energieverbrauch - noch dazu ohne, dass sich die Leisten so stark erhitzen wie Leuchtstoffröhren. lg, juergen
AW: LED Beleuchtung im Aquarium find ich super bin auch am überlegen muss mal guggen wo ich das herbekomm baba marion
AW: LED Beleuchtung im Aquarium Hallo und Grüße Supersache.werd euch heimsuchen um das vor ort zu sehen :-P Liebe Grüße paul
AW: LED Beleuchtung im Aquarium Hi! Cooler Bericht, auch ob der Aktualität! Macht Lust drauf wiedermal zu basteln... Ein paar Fragen, da du dich jetzt informiert hast: ich bilde mir ein, Letztens eine LED-"Röhre" gesehen zu haben, die in den T8 Sockel geschraubt und direkt ans Netz angeschlossen wird. Ohne Trafo, der ja immer einen Energieverlust bedeutet. Natürlich recht teuer und keine weiteren Infos zu Wärmeentwicklung, Helligkeit, Farbe und Farbwiedergabewert. Weist du da mehr drüber? Wie schauts eigentlich mit dem "Spektrum" aus? Sprich: wie ist die Farbwiedergabe? Sind jetzt alle Fisch grau, oder schillern sie noch? Und vor allem wie haben die Pflanzen drauf reagiert? Viele Grüße, Phil
AW: LED Beleuchtung im Aquarium Hi Phil, also einen Shop welcher so Röhren führt ist zB. http://www.ledmeile.de/de/T8-LED-Leuchtstoffroehre Hier ist der Preis eigentlich ganz okay. Ohne Trafo ist mM nicht richtig. Im Endeffekt arbeiten fast alle gängigen LEDs mit 12V, somit wird da auch irgendwas verbaut sein. Nur "einschrauben" ist auch nicht ganz korrekt. Zitat: Bevor man die LED Leuchtstoffröhre Verwendet, sollte man den Starter und Elektronischer Ballast abschalten/ausbauen. Die LED Leuchtstoffröhre werden direkt mit 230 Volt betrieben. Kein Trafo, Vorschaltgerät oder Ballast wird dafür benötigt. Somit ist je Leuchte ein "eigener Trafo eingebaut". Wärmeentwicklung, Farbe etc. wird bei dem oberen Shop übrigens angegeben. Zwecks "direkter Untersuchung" empfehle ich http://www.hereinspaziert.de/Sehlicht_2009/Ergebnisse.htm In meinem Auge -wie geschrieben- ist vom Licht das LED ähnlich der Amazon Daylight, mit etwas mehr blau. Rote Fische (in dem Becken sind Funkensalmler) kommen gut rüber, eher greller. Die Kontraste sind stärker. Wenngleich die Farben nicht so "warm" sind, sprich Gelb/Rot-Töne im Licht weniger sind (wirkt evtl. für manche "kühler") Die Pflanzen haben bei Lichtwechsel mit kurzer Pause reagiert, manche sind im Übergang eher in die Höhe gewachsen (Lichtmangel? - kann aber auch daran liegen, dass vorher nur noch eine T8-Lampe funktioniert hat und die am Schluss geflackert hat) Inzwischen scheint sich das Wachstum wieder zu normalisieren. Wohlbemerkt sind aber LEDs KEINE "Wuchsbeleuchtung" ! lg, juergen
AW: LED Beleuchtung im Aquarium Hi Jürgen, was ich mit "in den T8 Sockel geschraubt und direkt ans Netz angeschlossen" meinte war, dass man bei den Dingern ja einfach nur EVG bzw. KVG und Starter aus seinem bestehenden Leuchtbalken rausschmeißen und die Kontakte der Sockel ans Netzkabel anschließen muss. Mir war allerdings nicht klar, dass die LEDs so oder so einen Trafo auf 12V brauchen. Ob in der Röhre oder extern, wie in deinem Fall, ist natürlich egal, das stimmt. Was ich gefunden hatte war übrigens:http://www.ledlager.de/LED-Leuchtstoffroehre-T8-G13-60cm_A.php?PHPSESSID=ptod1upu6689hjokpme6nn8pi7 Was keiner schreibt, ist eine Angabe zum Farbwiedergabewert also: http://de.wikipedia.org/wiki/Farbwiedergabeindex Ich frag deswegen, weil ich zur Zeit die "Gelegenheit" habe in einem Aquarium sowohl eine Standard-Leuchtstoffröhre (640er), als auch eine "Dreibandenröhre" (840er), also mit 4000K beide mit der gleichen Lichtfarbe, zu haben. Der Unterschied ist markant. Wichtig scheint mir der Direktvergleich zu sein, weil sich das Auge ja schnell gewöhnt und korrigiert. In dem Teil des Beckens, der mehr mit der Dreibandenröhre beleuchtet ist, sind die Farben der Fische deutlich strahlender und den Farben im Sonnenlicht ähnlicher. Ist ja nachvollziehbar, durch die drei Banden ist das Spektrum ausgeglichener, und dadurch die Farben natürlicher, weil nicht so viel ausgespart ist. Der Autor von "hereinspaziert" rät deswegen ja auch zu Vollspektrum-Leuchtstofflampen. (Ich kenn die Seite und find sie super. Der Autor aktualisiert sie immer wieder. Ich wusste nicht, dass er mittlerweile auch LEDs getestet hat.) Jetzt wüsste ich halt gerne, wie es sich mit LEDs verhält, die ja zumindest zu Anfang fast monochromatisches Licht ausgestrahlt haben. Also ähnlich einer Leuchtstoffröhre mit einem Leuchtstoff und daher einer Bande. Wer wie ich keine quietschbunten Fische wie Coralplattys oder Guppys hat, der freut sich halt wenn seine "grauen" Fische im richtigen Licht schillern und ihre Farben natürlicher ausschauen... Viele Grüße, Phil