Generalüberholung Aquarium

Dieses Thema im Forum "Technik" wurde erstellt von GerhardAT, 10 April 2012.

  1. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Hallo,

    ich bin im Moment dabei, meine Aquarien technisch etwas zu überholen bzw auch Energietechnisch zu verbessern (weniger Stromverbrauch, weniger Umweltbelastung, weniger monatl. Kosten)

    Ich habe bei den beiden kleineren Becken die Innenfilter gegen HMF ausgetauscht. Den einen Innenfilter werde ich verkaufen (der ist sogar noch unbenutzt), den anderen konnte ich entsorgen, da er dieses Wochenende schon kein Wasser mehr fördern wollte.

    2 Innenfilter 6,1 + 6 Watt vs. 1 Luftpumpe mit 2 Ausgängen für je 1 Luftheber 4 Watt
    = ~ EUR 11-12 pro Jahr eingespart

    Beim "grösseren" Becken hängt die CO2-Anlage dran, da kann ich keinen HMF installieren, aber der Aussenfilter ist eh relativ gross dimensioniert.

    Das war aber nun auch der leichte Teil, ab jetzt wird es schwierig für mich ...

    1) Licht: (kein Plan)
    Leuchtstoffröhren sind ja schon relativ sparsam, aber es gäbe da ja auch noch LEDs ... nur wieviel Leistung braucht man da? Man liest immer nur x Watt/y Liter ... tja, toll, aber 1 Watt LED != 1 Watt Leuchtstoffröhre != 1 Watt Energiesparlampe != 1 Watt herkömliche Glühbirne != .... also diese Angabe ist somit unbrauchbar.

    Wonach sollte man gehen? Lux? Candela? Aber welcher Hersteller gibt schon alle Werte an? Selber ausrechnen? 100 Lumen einer LED mit 6.500K Farbtemperatur schauen anderes aus als 100 Lumen einer LED mit 2.700K. Wobei ich dann beim nächsten Punkt bin ... Kelvin ... welche Farbtemperatur ist am Besten? Oder 2 kombinieren? Ich habe relativ oft von der Kombination 830+865 (bzw 840+865?) gelesen, aber ist das wirklich optimal? Die 830er für die Pflanzen und die 865 fürs menschliche Auge?

    Derzeitig habe ich Kraut und Rüben als Beleuchtung im Einsatz:
    54-Liter-Becken: 1x Sun Glo T8 15 Watt, 4.200K, 840 Lumen, 80 Lux + Reflektor
    112-Liter-Becken: 2x Arcadia Original Tropiocal FO18 T8 18 Watt, Farbtemperatur unbekannt, Lumen und Lux auch. + 2 Reflektoren
    126-Liter-Becken: 2x T8 18 Watt Leuchtstoffröhren (keine Ahnung welcher Hersteller und welcher Typ) - vielleicht weiss es wer: es sind die Original beigepackten Leuchtstoffröhren von dem MP AquaPro 80-Set (EUR 98 beim Hornbach) + Reflektoren sind bereits in der Abdeckung standardmässig eingebaut.
    25-Liter-Becken 1: 1x 2,4 Watt LED, 3.000K, 105 Lumen
    25-Liter-Becken 2: 1x 2,4 Watt LED, 3.000K, 105 Lumen

    Was mir auf dem ersten Blick auffällt: Das 112-Liter-Becken ist am hellsten und wirkt schon fast ein bisschen bläulich. Das 54- und das 126-Liter-Becken ist weniger hell, die Farbe stufe ich mal als neutral ein - ist ein klein wenig schwer zu sagen, da durch Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen das Wasser selbst auch (bewusst und absichtlich) eingefärbt ist. Die beiden 25-Liter-Becken sind vom optischen her zu schwach beleuchtet, denke aber, dass nach einer Verdoppelung der Leistung zumindest optisch genug Licht auf die kleinen Becken kommt. Ist nur die Frage, ob das die Pflanzen auch so sehen, oder nur mein menschliches Auge + Geschmack?

    Gibt es Empfehlungen? Hilfestellung?


    2) Heizung: (auch nicht mehr Tau)
    Wie lange läuft so ein Heizstab am Tag eigentlich? Gibt es da eine Formel Anhand Volumen (Liter), Wassertemperatur, Watt des Heizstabes, Zimmertemperatur?

    Die Heizstäbe wären eigentlich die grössten Stromverbraucher, gibt es da sparsamere Alternativen? Bodenheizungen (Bodenfluter) brauchen ja ebenfalls eine Menge Watt, heizen nach meiner Erfahrung langsamer / weniger effektiv und sind in meinem aktuellen Fall (feiner Sand) gar nicht empfehlenswert!

    Was sonst?


    Ich befürchte, beim Heizstab gibt es eh keine Alternative, obwohl genau da die grossen Watt-Zahlen sind und somit das grosse Einsparpotential liegt.

    Beim Licht (LEDs) bin ich am Suchen und Forschen, da habe ich momentan die meisten Fragen und finde nur schwer Antworten bzw teilweise extrem Unterschiedliche.

    Genauso interessant auch: Arcadia/Juwel/Hagen Glo-Röhren verwenden oder sind die günstigeren Osram/Philips-Röhren genauso gut? Oft las ich sogar, dass Osram & Co sogar besser sei - wobei ich mir denke, wie gewöhnliche bzw für Menschenräume ausgelegt Beleuchtungen für Aquarien besser sein sollen als extra für Aquarien entwickelte?

    Ich hoffe, dass man mir hier etwas (anfängertaugliche) Information und Richtwerte liefern kann. Eine "0,3 oder 0,5 bis 0,7 Watt pro Liter-Wasser"-Regelantwort lasse ich jedoch nicht gelten. Auf der anderen Seite bitte nicht zu wissenschaftlich, weil verstehen würde ich die Antwort trotzdem auch gerne! ;)
     
  2. tom45

    tom45 Mitglied

    Hi,
    nur ganz kurz:
    Stromkostenmessgerät, oder so, gibts gelegentlich günstig. Damit kannst Du über ein paar Tage gemittelt messen wieviele kWh zum Heizen draufgehen. Berechnen halte ich nicht für zielführend, weil Raumtemperatur, Wärmedurchgangskoeffizienten, Zufuhr durch Beleuchtung, Filterung alle mit einbezogen werden müssen. Dazu musst Du aber die Werte alle erst bestimmen.
    lg Thomas
     
  3. tanrek

    tanrek Mitglied

    Ich würde die Aquarien an ein paar Seiten dämmen ! Dann brauchts auch weniger Heizung ...bzw. einfach mal genau überlegen, ob die Temperaturen nicht absenkbar sind ?! Viele "tropische" Fische kommen auch wunderbar mit 22-24°C zurecht !
     
  4. marion

    marion Moderator Mitarbeiter

    ganz viel an infos findest du
    z.b. bei
    www.l-welse.com
    dämmen ist schon mal,so es geht a wirklich gute sache
    habe bei mir alle nicht einsehbaren scheiben mit so beschichtetem styro versehen
    baba
    marion
     
  5. Fuchsi

    Fuchsi Mitglied

    Hallo,
    meine Meinung zur Beleuchtung. Einstweilen noch immer Leuchtstoffröhren von Osram in der Farbe Warmton und zusätzlich Reflektoren. Habe damit seit Jahrzehnten die besten Erfahrungen mit den Pflanzen gemacht. Die sogenannten "Aquarienleuchten" der diversen Firmen sind zwar teuer und gut für den Hersteller (habe die meisten getestet bleibe aber noch immer bei Osram Warmton, möglichst zwei Röhren über die Aquarienlänge, bei kleineren reicht auch oft 1 Röhre). Habe bei meinem jetzigen 2meterbecken 2x Osram 80W/830 warmton 1449 mm lang mit Reflektoren und die Pflanzen wachsen, blühen und gedeihen bestens.
    Aber achtung die T5 Röhren benötigen elektronische Vorschaltgeräte!
    Gruß Fuchsi
     
  6. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi Gerhard,

    da steht eigentlich schon alles drin:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Lumen_(Einheit)#.C3.9Cbersicht_anderer_fotometrischer_Gr.C3.B6.C3.9Fen

    Niemand entwickelt Leuchtstoffröhren für Aquarien. ;) Die von Dir genannten Firmen kaufen Röhren (Philips/(Osram/Narva), die Du auch vom Originalhersteller bekommen kannst. Oft preiswerter. http://www.hereinspaziert.de/spektren/spektren.htm

    Die Angabe der Lichtfarben für Pflanzen beziehen sich idR. auf Landpflanzen, wo es unterschiedliches Licht für die Blüte und das Wachstum gibt. Mir wäre auch nicht bekannt, dass es wissenschaftliche Arbeiten gäbe, die sich um Unterwasserpflanzen kümmern, wohingegen natürlich Kunstlicht für die Glashauszucht von Zier und Nutzpflanzen gut erforscht ist.

    Bei Deinen Becken ist das mögliche Sparpotential bei der Beleuchtung auf wenige Euro im Jahr beschränkt. Lohnt sich wirtschaftlich nicht. Nimm die Lichtfarbe, die Dir am besten gefällt.

    3.000K brauchst Du für die Blühphase, die hast Du im Aquarium nicht. Ist also unsinnig. So um die 4.500K verwendet man bei Landpflanzen als Wuchslicht, die meisten Leuchstoffröhren haben bei 4.000K ihr Lichtmaximum pro Watt. Mir persönlich sagen aber 6.500K und 8.000K deutlich besser zu. Ist aber Geschmacksache. Den Fischen und Pflanzen ist es idR. egal.

    LG Tom
     
  7. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Danke, das hat mir schon ein wenig geholfen, speziell die beiden letzten Postings.
     
  8. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    http://fischlis.at/forum/threads/freunde-des-lichts.4664/

    Das ist übrigends auch ein sehr interessanter Thread - hatte ich zuvor schon gelesen und geht ein wenig auf meine Fragen ein - aber klärt eben nicht alles - zumindest nicht so, dass auch ich es versteh. ;)

    @tom45: So ein Teil habe ich schon, habe aber gleich das gesamte Aquarium (inkl. Filter, Licht, usw), dran gehängt.
    @tanrek: Die Becken laufen bereits (je nach art) auf 23 bzw 24 °C - weiter runter will ich jedoch nicht mehr, weil es dann doch nicht mehr wirklich der Durchschnittstemperatur aus der Natur entspricht. Manchmal bin ich schon am überlegen, ob ich über Nacht nicht sogar die Heizung komplett abschalte (Zeitschaltuhr) - ist ja in der Natur auch nicht anders! Das Wasser kühlt in der Natur ab, wenn die Sonne untergeht. Wäre interessant zu wissen, ob das nicht sogar gut für die Fische wär, oder ob dieses künstlich konstante Klima besser ist?
    Das mit dem Dämen ist auf jeden Fall eine Überlegung wert!
    @marion: dort sehe ich nichts - müsste mich vermutlich registrieren
    @tom &fuchs Danke - wie eh schon geschrieben, hat mir schon mal ein wenig geholfen (die Leuchtstoffröhren werden durch "gewöhnliche" 865er ausgetauscht, sobald die aktuellen ausgedient haben).

    Sorry wegen Doppelpost, konnte aber den darüber nicht mehr editieren - man kann den obrigen auch löschen, wenn er stören sollte.
     
  9. tanrek

    tanrek Mitglied

    Hi,
    puncto nächtlicher Abkühlung: ich denke, das hängt extrem von der Fischart und deren Herkunft ab ! Ich denke, grössere Gewässer und fliessende Gewässer kühlen nicht sehr arg ab über Nacht. UND: wie bei der Wohnungsheizung - eine zu starke nächtliche Abkühlung ist nicht wirklich energiesparend, weil dann umso mehr Energie zum aufheizen gebraucht wird.
    LG Georg
     
  10. tanrek

    tanrek Mitglied

    Ist die Umstellung auf einen HMF wirklich energiesparend ?
     
  11. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Der Innenfilter für das 54-Liter-Becken (Hagen Elite Stingray 15 - der war im Set dabei) verbrauchte 6,1 Watt, die Luftpumpe für den Luftheber braucht 4 Watt und betreibt gleich 2 Luftheber für 2 Aquarien - also für das Becken 2 Watt. Von daher ist es eine (minimale) Einsparung.

    Der Grund bzw die Gründe für diese Umstellung waren eigentlich Andere: Der Luftheber häckselt mir keine Garnelen-Babies, bietet eine wesentlich grössere Filterfläche als der Innenfilter und hat auch eine grössere Förderleistung. Die 4 Watt mehr oder weniger machen nicht viel aus.
     
  12. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi Gerhard,

    Du weißt aber, dass Du einen HMF auch mit Pumpen und sogar mit Aussenfiltern betreiben kannst? Mit den selben Vorteilen, die Du erreichen willst.

    LG Tom
     
  13. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Hallo,

    einen HMF kann man mit Allem betreiben, was Wasser von einer Seite der Matte zur Anderen befördert - schon klar. Normale Pumpen finde ich aber weniger gut, weil die meistens keinen Vorfilter oder ähnliches haben, sprich wenn sich Garnelen-/Fischbabies hinter die Matte verirren, können sie eingesaugt und gehäckselt werden.

    Aussenfilter (mit Vorfilter) wären eigentlich meine Favoriten, aber würden wieder mehr Strom verbrauchen und sind auch von der Anschaffung her etwas teurer. Bei einem Aussenfilter würde ich dafür gar keinen HMF mehr im Becken benötigen, wenn der Eimer des Aussenfilters gross genug ist.

    Ein weiteer Vorteil des HMFs ist es, dass er für Garnelen und auch Fische eine zusätzlich Nahrungsquelle bietet. Das schaffe ich mit Aussenfiltern nicht, weil der seine eigentliche Filterfläche ausserhalb des Beckens hat. (der Vorfilter des Aussenfilters ist recht klein - wäre aber auch eine kleine Futterquelle - wüsste nur nicht, ob dort dafür die Strömung wieder zu stark ist, aber für gesunde Tiere wohl eh nicht).
     
  14. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi Gerhard,

    im Allgemeinen betrachtet man Aussenfilter als Pumpen und Mulmsammler. Die Filterfläche ist das Aquarium. ;)

    LG Tom
     
  15. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Hi Tom,

    Bodengrund & Co, ja, aber dennoch ist man bemüht, auch im Filter so viel Oberfläche wie möglich für Bakterien zu schaffen. Der zitierte Satz gehört zur zusätzlichen Nahrungsquelle Filtermatte, die ja beim Aussenfilter tatsächlich nicht verfügbar ist.

    lg Gerhard
     
  16. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi,

    guckst Du: http://www.scalare-online.de/aquaristik/filter/filterung.html

    Also ich versuche mit Filtern nur so effizient wie möglich Schwebstoffe aus dem Wasser zu rupfen. Oberfläche für Bakterien zu schaffen versuche ich nicht, funktioniert auch nicht (zu hohe Anströmgeschwindigkeit etc.). Man bedenke dabei, das Dr. Rombach für JBL arbeitet die ja auch Filter anbieten. ;)

    LG Tom
     
  17. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Der Artikel ist interessant, ich kannte zwar die WebSite selbst schon, aber diese Page habe ich wohl übersehen.

    Danke

    EDIT: Demnach würde ein leerer Filter auch reichen. Das erinnert mich an ein Gespräch, das ich mit einem Händler hatte. Er meinte ich sollte den Aussenfilter einfach nur mit Matten füllen, laufen lassen und nur alle 2 bis 3 Jahre mal reinigen.
     
  18. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi,


    mach ich so in dem einen Becken, wo es geht. Bei den großen Welsen ist der Filter halt schneller zu ... ;)

    LG Tom
     
  19. GerhardAT

    GerhardAT Mitglied

    Weils doch recht interessant ist: Flowgrow empfiehlt bei LED folgende Richtwerte:
    *) geringes Licht, mit CO2-Düngung 10 Lumen/Liter
    *) mittleres Licht, mit CO2 20 Lumen/Liter
    *) viel Licht, mit CO2 30 Lumen/Liter

    *) geringes Licht, ohne CO2-Düngung 10 Lumen/Liter
    *) mittleres Licht, ohne CO2 15 Lumen/Liter
    *) viel Licht, ohne CO2 sollte man lassen

    Wobei 10 Lumen bei einer 120° Linse weniger Lux bedeuten, als 10 Lumen bei 30° Linsen ... also wirklich toll sind diese Richtwerte auch nicht.

    Gefühlsmässig habe ich die Erfahrung gemacht, dass zu wenig Licht besser ist als zu viel Licht. Meine kleinen 25-Liter-Becken bekommen mittlerweile fast gar kein Licht mehr ab, weil die Monstera ihre Blätter zwischen Lampe und Aquarium stellt. Bis auf das, dass es relativ finster ist, sehe ich in dem Becken keine Veränderung. Der Echinoduros-Ableger wachst nicht bzw nur sehr, sehr langsam, was bei dem Mini-Becken kein Fehler ist, geht aber zumindest nicht ein. Nur die Rote Mangrove fordert mehr Licht, diese bekam Einrisse in den Blättern und stellte das Wachstum ein. Seitdem es wieder etwas mehr Licht bekommt, treibt sie wieder neue Blattpaare aus.

    Nebenbei habe ich mich in letzter Zeit viel mit Meerwasser-Aquaristik beschäftigt. Seitdem weiss ich gar nicht mehr, wozu ich überhaupt noch einen Filter ins Becken stopfe, eine (für Süsswasser ausgelegte, also wesentlich schwächere) Strömungspumpe müsste vollkommen ausreichen. Vielleicht versuche ich mal ein Aquarium ohne (künstlichen) Filter zu betreiben, mal sehen. Mulm in ungewollt grosser Menge könnte ich beim Teilwasserwechsel absaugen.

    Ich las auch wo von Experimenten Eiweissabschäumer für Süsswasser zu verwenden. Das Problem ist dabei die Schaumbildung. Ausserdem würde man so den Pflanzen (je nach Wirksamkeit des Abschäumers) die Nährstoffe entziehen.
     
  20. TomTiger

    TomTiger Aktives Mitglied

    Hi,

    das Problem mit den kleinen motorbetriebenen Eiweißabschäumern ist, dass sie im Süßwasser nur bei einer bestimmten Wasserhöhe richtig gut arbeiten. Einige mm mehr oder weniger Wasserstand und sie funktionieren nicht gut. Ich habe einen solchen kleinen, der im 100l Meerwasserbecken gut funktioniert, im Süßwasserbecken nur mäßig. Sie müssten größer sein mit ordentlicher Strömung innen. Interessant wäre das allenfalls (bei kleinen Becken, keine Ahnung wie die skalieren) ein Extrabecken für den Abschäumer.

    Ein gut bepflanztes (da wird mehr Stickstoff entfernt als mit dem Eiweißabschäumer) Süßwasserbecken mit nur einem Luftheber als Strömungspumpe (100l Aquarium, ca 300 bis 500l/h) habe ich hier drei Jahre lang betrieben, mit für mich ordentlichem Fischbesatz. Regelmässig Wasserwechsel, häufig Pflanzen entfernen, funktioniert wunderbar. Problem ist der Mulm, durch die Strömung setzt er sich nirgendwo ab, das Wasser ist also trüb. Ob es mit weniger Strömung auch geht weiß ich nicht.

    LG Tom
     

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